Lukas und Adalbert und ihr Laufwerk-Kassel-Marathon

Lukas und Adalbert und ihr Laufwerk-Kassel-Marathon

9. März 2021 Aus Von Non-Stop-Ultra
Archiv-Foto mit Lukas und Adalbert
Weiterhin laufen die Mitglieder vom Laufverein Non-Stop-Ultra für sich allein oder zu zweit. Hier und da trifft man sich, bleibt kurz stehen, tauscht sich aus, um dann weiter zu laufen, bevor man erfriert. Einige Vereinsmitglieder haben schon eine häusliche Quarantäne hinter sich. So weit mir bekannt ist, ist aber niemand ernstlich erkrankt gewesen. Wir drücken allen die Daumen, dass es so bleibt. Voller Ungeduld warten alle auf Wettkämpfe. Die Hochstift-Cup-Serie startet mit dem Sälzerlauf vom 13.3.2021. bis zum 21.3. 2021. Wie man sich nur für die Läufe (5KM und 10Km) anmeldet, schaut bitte nach unter: www.saelzerlauf.de.
Wer sich für den HSC anmelden möchte, bekommt Informationen auf der Hochstift-Cup-Seite unter
„Aktuelles“.
Letzten Samstag waren Lukas und ich in Kassel. Das Laufwerk Kassel hatte zu einem Marathonlauf  um die Fuldaaue eingeladen. Die Teilnehmerzahl war auf 24 begrenzt. Der Start war von ca.8 Uhr bis 9 Uhr. Jeder nahm seine Zeit selbst. Es waren sechs Runden a 7Km zu laufen. Lukas und ich waren schon um 7:30 Uhr vor Ort und es war bitter kalt. Minus 7 Grad am Autothermometer. Die Veranstalterin Sylke Kuhn empfahl uns, sofort zu starten. Die ersten Minuten liefen Lukas und ich gemeinsam. Dann lief jeder sein Tempo. Es ging ca.3 Kilometer auf dem Fuldapromenadenweg vorbei am Freibad bis zur Fußgängerbrücke. Auf der anderen Seite durch die Fuldaauen zurück zu Start und Ziel. Die Strecke war durch kleine rote Pfeile sehr gut ausgezeichnet. Die erste Runde war sehr einsam und kalt. Es war zwar schon die Sonne aufgegangen, aber noch immer deutlich unter null. Der Rückweg war nicht asphaltiert, aber über den festgefrorenen Boden ließ es sich gut laufen. Am Start und Ziel stand unser Auto, darin hatten wir Verpflegung und Kleidung zum Wechseln. Mit jeder Runde sah man mehr Läufer oder Walker. Die meisten hatten mit unserer Veranstaltung nichts zu tun. Aber alle grüßten freundlich.
Auf dem Promenadenstück fielen mir Erinnerungen an vergangene Marathonläufe an diesen Streckenabschnitt ein. Von 1985 bis 1992 war ich mit Helmut Gröppel jedes Jahr beim Kassel-Marathon dabei. Damals waren vier Runden zu laufen und einige Kilometer waren identisch. Damals habe ich alle Kassel-Marathons in weniger als drei Stunden beendet. Besonders an das Jahr, wo ich bei Kilometer 40 zu Helmut Gröppel aufschließen konnte und ich dann vor ihm ins Ziel kam, erinnere ich mich gern. Zu der Zeit war er sonst immer schneller als ich. Das gleiche noch mal über 20 Jahre später, als ich Josef Hillebrand kurz vor dem Aue-Stadion überholte und vor ihm ins Ziel kam. Allerdings mit über einer Stunde mehr als vor 20 Jahren.
Für solche Erinnerungen hatte ich an diesen Sonntag viel Zeit. Pro Runde hatte ich mir ca. 45 min. vorgenommen. Das passte prima. Ein bis zwei Minuten Aufenthalt am Auto und ab in die nächste Runde. In der 4. Runde wurde der Matschweg in der Aue sehr glitschig und ich bin ein, zweimal fast gestürzt. Einige Schlammpassagen musste ich umgehen. Als ich am Auto war und in die 5. Runde wollte, kam Lukas an. Er hatte schon 5 Runden geschafft, aber seine Arme waren mehr grün als blau gefroren. Da haben wir beschlossen den Lauf abzubrechen. Nach ca. 3:14 Std. hatte ich 28Km und Lukas 35Km geschafft.
Wir hätten wohl beide unser Ziel erreicht. Ich wollte unter 5 Std. und Lukas unter 4Std. bleiben. Im Auto auf der Rückfahrt wurde uns schön warm. Für ein Foto hatten wir zu kalte Finger. Meine restlichen 14 Kilometer bin ich am Sonntagmorgen in Brakel gelaufen.
Adalbert
Bilder: Begegnungen von verschiedenen Sonntagsläufen:
Manfred Götz und Josef Hillebrand
Herbert Frischemeier
Bärbel Frischemeier, Silvia Götz und Dorothea Neumann
Christoph Siebrecht und Josef
Adalbert und Silvia